Wir haben kein gemeinsames Vokabular, aber eine bewegungs- und wahrnehmungsorientierte Herangehensweise ist für alle unsere Arbeiten wesentlich. Wir betrachten „den“ Körper nicht als Objekt, sondern in seiner konkreten Materialität als die Hauptkraft und das Medium unserer Forschungsarbeit. Aufgrund dieser Betonung der Materialität von Körpern war es für uns immer wichtig, die physische Praxis als Ausgangspunkt in den Vordergrund zu stellen und jegliche verbale Kommunikation über unsere künstlerische Praxis immer in enger Beziehung zur physischen Praxis selbst zu entwickeln.
Ein weiteres Ziel von AREAL war es, den Dialog und den Wissensaustausch zwischen künstlerischen Forschern an der Akademie/Universität und denjenigen, die unabhängig arbeiten, zu fördern. Während einige von uns ihre künstlerische Forschung in Doktorandenprogrammen im Vereinigten Königreich und in Finnland fortgesetzt haben, haben andere ihre Arbeit in den Bereichen Tanz/Performance, Videodokumentation und Pädagogik/Erziehung fortgesetzt – sowohl als Freiberufler als auch in Institutionen.
Forschung ist immer ein kollektives Unterfangen und wird durch eine Forschungskultur gefördert. Im Laufe der Jahre hat sich AREAL zu einem Lebensraum entwickelt, der das Wachstum einer „Ökologie der Praktiken“ (Isabelle Stengers) kultiviert. Aus diesem Lebensraum heraus haben sich Kooperationen in verschiedenen Konstellationen von AREAL-Mitgliedern gebildet, die bisher vor allem zu Ergebnissen performativer Formate und Publikationen geführt haben.

How we work

We do not share a common vocabulary, but a movement and perception-oriented approach is essential to all of our work. We consider ‘the’ body not as an object, but in its concrete materiality as the main force and a medium of our research creation. Because of this emphasis on the materiality of bodies, it has always been important for us to foreground physical practice as the starting point, and to develop any verbal communication about our artistic practice always in close relation to the physical practice itself.

Another aim of AREAL has been to cultivate the dialogue and knowledge exchange between artistic researchers at the academy/university and those working independently. While some of us have pursued their artistic research in doctoral programmes in the UK and Finland, others have continued to do so by making work in the fields of dance/performance, video documentation, and pedagogy/education – both as freelancers as well as within institutions.

Research is always a collective endeavour and fostered by a research culture. Throughout the years, AREAL has developed into a habitat that cultivates the growth of an ‘ecology of practices’ (Isabelle Stengers). From this habitat, collaborations in different constellations of AREAL members have formed, which so far have led to results of performative formats, mainly.

Im Lab:

AREAL trifft sich monatlich zu ganztägigen Labs, bei denen jeweils ein oder zwei Mitglieder mit der ganzen Gruppe intern an einem spezifischen Aspekt ihrer Praxis arbeiten. Außerdem arbeiten wir an einer Struktur, die sich an der Idee von Jams orientiert und parallel laufende Praxen erlaubt, sowie einen abschließenden Austausch über das Geschehene. Jedes Lab gibt Zeit und Raum für Experimente, Arbeitsproben, Feedback und Diskussion. Die kollegiale Form des Austauschs basiert auf der Bereitschaft, den eigenen Standpunkt zu verlassen, die Perspektive zu wechseln und die Reflexion von Arbeitsprozessen Anderer auch als Erfahrungszuwachs für die eigene Arbeit zu verstehen.

In the Lab

AREAL meets monthly for full-day labs, where one or two members at a time work internally with the whole group on a specific aspect of their practice. We are also working on a structure based on the idea of jams that allows for parallel practices, as well as a final exchange about what has happened. Each lab gives time and space for experimentation, work samples, feedback, and discussion. The collegial form of exchange is based on the willingness to leave one’s own standpoint, to change one’s perspective, and to understand the reflection on the work processes of others also as an increase in experience for one’s own work.

In weiteren Feldern künstlerischer Forschung und deren Vermittlung:

Unsere kollektiven und individuellen Arbeiten sind in vielfältiger Art und Weise Teil des sich stetig erweiternden Feldes künstlerischer Forschung, zum Beispiel als künstlerische Projekte, in pädagogischer Praxis, innerhalb des künstlerisch-universitären Forschungsbetriebes oder im Rahmen von Konferenzen und Symposien.

In the field of artistic research and ist mediation:

Our collective and individual works are part of the ever-expanding field of artistic research in a variety of ways, for example as artistic projects, in pedagogical practice, within the artistic-university research enterprise, or in the context of conferences and symposia.

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